CXCR4 – Forschungsprojekt "Einfluss von Sialinsäuren bei der von CXCR4- und CD4-vermittelten Invasion von HI-Viren"

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Der Chemokin-Rezeptor Typ 4 (CXCR4, auch bekannt als Fusin oder CD184) ist ein 352 Aminosäuren messender, Rhodopsin-ähnlicher, G-Protein-gekoppelter Rezeptor (GPCR), dessen natürliches Substrat der Stromal cell-derived factor-1 (SDF-1) ist. CXCR4 ist ein Bestandteil der Oberfläche von T-Helferzellen. Pathophysiologisch ist CXCR4 besonders bei der Bindung und Invasion des HIV-1-Virus von besonderer Bedeutung. Die Interaktion von CXCR4, CD4 und dem viralen Glycoprotein 120 (gp120) spielen hierbei die entscheidende Rolle. Der Mechanismus ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Dennoch gibt es überzeugende Hinweise dafür, dass die Glycosylierung dieser Interaktionspartner von großer Bedeutung für die Bindung ist.

Mithilfe eines Zell-basierten Infektionssystems wird in unserer Arbeitsgruppe wird untersucht, ob diese Bindung durch Inhibition oder Modifikation von Sialinsäuren in den beteiligten Glycoconjugaten beeinflusst werden kann. Mithilfe verschiedener ManNAc-Analoga wird hierbei die Zelloberflächen-Sialylierung beeinflusst und daraus resultierenden Effekte auf die HIV-Bindung evaluiert. Die Art und Weise, in der Sialinsäuren, die Bindung von HIV modulieren wird weiter auf Ebene der beteiligten Proteine und deren Glycane untersucht. Ein besseres Verständnis über die HIV-Infektion auf molekularer Ebene kann den Weg für eine optimierte Behandlung HIV-infizierter Patienten ebnen.